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Samstag, 14. Oktober 2017 - 19:00 Uhr

Arctic Summer Feeling.......( Teil 7 ).......

 

......oder   "Pabstens wollen hoch hinaus"

 

 

Nach also zwei sehr gemütlichen Tagen auf See durften wir nun den ganzen Tag in Reykjavik verbringen. Und diesmal hatten wir wirklich viel Zeit.......die FRAM lag von 8.00 bis 20.00 Uhr im Hafen.

 

Noch vor dem Frühstück trafen wir auf den "schlimmen Finger". Die Dame saß bereits an der Rezeption und wartete auf ihren fahrbaren Untersatz der sie ins Krankenhaus bringen sollte, sowie auf Barbara (vom Expeditionsteam) als seelische Unterstützung. Und Nein, es ist nicht noch mehr Schlimmes passiert.......ihr gequetschter Finger sollte dort nur gründlich untersucht werden. Die Dame machte allerdings einen etwas nervösen Eindruck........gerade so als ob sie sich nicht sicher wäre, ob sie den Krankenhausbesuch auch überstehen würde ohne daß sie die Reise abbrechen oder gar der Finger dran glauben muß. Ich hatte etwas Mitleid mit ihr und konnte ihr nur Glück wünschen (stellt Euch vor, man träumt jahrelang von sooo einer Reise und dann müsste man wegen eines gequetschten Fingers abbrechen........grausamer Gedanke).

 

Wir Vier zogen nach dem Frühstück gleich mal los um in der Stadt etwas zu rumzubummeln. Für diesen Tag hatten zwar auch wir eine Tour gebucht, aber vorher war noch etwas Zeit für Sightseeing übrig. So wurden also erstmal die Läden nach Postkarten durchstöbert, dann nach isländischen Strickanleitungen gesucht (also natürlich nur Mamsen), immer wieder die farbenfrohen Häuser und Graffiti bewundert, bevor wir uns dann schließlich an der berühmten Hallgrimskirche einfanden um dort den Turm zu erklimmen. Und die Aussicht von dort über ganz Reykjavik kann ich nur empfehlen !

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, daß wir einigermaßen schönes Wetter hatten ?  Ich nenn sowas immer Sonne-Wolken-Mix.......also jedenfalls schön und vor allem trocken genug für Sightseeing.

 

               

 

               

 

               

 

Hallgrimskirche

 

 Blick von der Turmspitze

 

Bald aber wurde es Zeit in Richtung Flughafen aufzubrechen, denn wir hatten uns für diesen Tag einen Hubschrauberflug organisiert. Und ihr könnt Euch vielleicht denken, daß wir uns megamässig darauf freuten, auch etwas nervös waren (da ist ja dann doch immer wieder so ein kleiner Gedanke im Hinterstübchen "kommen wir auch wieder heil runter?") aber nun trotzdem voller Vorfreude loszogen.

 

Am Flughafen wurde uns nach der Anmeldung gleich der Pilot vorgestellt und als wir feststellen durften daß er Däne ist (wenn auch ein grönländischer Däne), war Mamsen gleich mal etwas erleichtert.......denn Mamsen kann ja fast kein Englisch mehr. Und das Dänische ähnelt dem Norwegischen sehr, somit war die Verständigung etwas einfacher.

Nachdem dann alles Wichtige, was Verhaltensregelen und Sicherheit betraf gesagt war, holte sich Lars (der Pilot) die Startgenehmigung und wir hoben ab.

 

4 aufgeregte Touristen !

 

Und ich weiß gar nicht wie ich diese Momente eigentlich beschreiben soll.......

Ein großes Flugzeug nimmt ja ordentlich Anlauf bevor es in die Luft steigt........aber hier erhebt man sich einfach in die Luft und hat sofort das Gefühl zu schweben. Und die ersten Bedenken waren auch schon in diesem Augenblick vergessen.......es war einfach nur genial !

 

Nachdem Lars vorschriftsmässig über die Landebahn geschwebt war ging es hoch in die Luft und der Blick auf Reykjavik war hier ja nochmal um einiges besser als von der Kirchturmspitze.

Ab hier begann dann das "Genießen"  !   Und auch meine Männer machten den Eindruck als wären sie begeistert !

 

 Felix genoss den Blick in der ersten Reihe neben Lars

 

Man konnte nur noch staunen wie die Welt von oben aussah. Die Stadt von oben mit klitzekleinen Menschen und Spielzeugatos, die Küste mit ihren vielen kleinen Booten und Schiffen, die unterschiedlichen Farben des Wassers zeigten von oben die unterschiedlichen Meerestiefen,  und dann - als es ins Landesinnere ging - die unglaublich vielen Strukturen und Farben der isländischen Natur !

Island von oben ist nochmal ein ganz anderes Kapitel als wenn man mit dem Auto durch die Landschaft fährt. Als wäre man auf einem anderen Planeten mit giftgrünen Moosfeldern, Flüssen die sich durch Lavageröll schlängeln, Kraterlandschaften, Wasserfälle und die Kontinentalspalte von oben.......und immer wieder Strukturen.

Ja ja, ich geb`s ja zu, ich hab vor einigen Jahren, nach unserer ersten Islandreise, schon sooo von dieser Natur geschwärmt und war bereits damals schon total begeistert und fasziniert...............doch nun von oben, zeigte es sich noch spektakulärer als von unten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Zwischendurch war auch ein kurzer Halt geplant und unser roter Heli landete auf einer saftig grünen Wiese zwischen nebelverhangenen Hügeln und isländischem Geruch - Schwefel.

Lars führte uns zu einem dieser Blubberlöcher wo es schön heiß vor sich in brodelte, dampfte und stank. Doch die isländischen Schafe schienen diese Stelle zu lieben und unser Flori hätte am liebsten mit ihnen Freundschaft geschlossen......diese zogen es jedoch vor gleich mal die Flucht zu ergreifen.

 

das was hier so raucht ist  NICHT der Heli   ;-)

 

               

 

 

 

Nach vielen Fragen unsererseits und reichlich Input von Lars hoben wir nach ca. 20 Min. wieder ab und........flogen leider ins schlechte Wetter.

Es begann zu regnen. Die ganze Tour hätte eigentlich 1 1/2 Std. gedauert aber aufgrund der Wetterverhältnisse mussten wir auf den letzten Teil des Fluges (ca. 15 min.) verzichten und Lars steuerte direkt wieder Reykjavik an. Dort flog er dann für uns noch extra tief über die FRAM hinweg bevor er Kurs auf seinen Parkplatz am Flughafen nahm.

 

 

die MS FRAM aus der Luft gesehen

 

Aber auch der Regen und der etwas verfrühte Abbruch konnte uns die Stimmung nicht vermiesen. Wir waren begeistert von diesem Hubschrauberflug und hatten einfach enorm viel Spaß !  (und Mamsen träumt seither insgeheim schon vom Nächsten........grins)

 

Mit äusserst zufriedenen Gesichtern wanderten wir dann also wieder zurück ins Zentrum........der Regen war übrigens wieder weg (typisch !).....und gönnten uns einen Zwischenstopp in einem Café.

Danach sind wir erstmal zurück zur MS FRAM geschlendert um eine kleine Pause zu machen, bevor es zum nächsten Ausflug ging. Als Mamsen nämlich erfuhr, daß man zusätzlich zum Programm kurzfristig noch einen Kurs "Isländische Pralinen selber machen"  anbot.....und Mamsen ja bekanntlich für Schokolade so einiges tut........die Jungs ebenso Interesse zeigten......hatte Mamsen kurzfristig noch alle angemeldet.

Das Praktische an diesem Kurs war - der Kurs kam zum Schiff in den Hafen, wir mussten also nicht noch großartig irgendwohin gehen oder fahren. Der Pralinenproduzent hatte einen fahrbaren Untersatz samt Kücheneinrichtung.

 

vorm Schokoladen-Trailer

 

Und da sich von den übrigen Passagieren keiner für diesen Kurs angemeldet hatte (war wohl wirklich zu kurzfristig)..........so begleiteten uns ganz spontan ein paar Leute vom Expeditionsteam. Dominic - der Fotograf, Judith - die für die Koordination verwantwortlich ist und Erin - die Praktikantin. Der Schoko-Trailer stand direkt vorm Bug und nach kurzer Einweisung und Einkleidung (Schürzen und Handschuhe) durften wir auch schon mit der Schokolade experimentieren. Dominic scheint eine Vorliebe für Whisky zu haben (und damit ist er sicher nicht der Einzigste......grins) und wollte unbedingt Whisky-Pralinen herstellen. Wir hatten da natürlich nichts dagegen (gegen einen ordentlichen Whisky ist ja nichts einzuwenden)..........nur für unsere Jungs gab`s dann natürlich die Ohne-Schnaps-Variante !

Meine Portion Pralinen hat die Reise leider nicht überlebt.........sie waren einfach zu lecker und ich hab fleissig gefuttert !  Meine Männer waren etwas standhafter und haben sich ihre Schokoleckereien gleich in den Koffer gepackt und erst zu Hause davon genascht.

 

Mittlerweile war übrigens die Dame "schlimmer Finger" wieder an Bord zurück mit guter Nachricht - der Finger durfte dranbleiben und sie die Reise fortsetzen ! Nun stolzierte sie also wieder über die Schiffdecks.......mit frisch bandagiertem und vor allem hocherhobenen Daumen........und erzählte jedem der es hören wollte (oder auch nicht) von ihrem Tag im Krankenhaus.

 

Doch schließlich und endlich ging die Zeit auch in Reykjavik dem Ende zu........wir standen an der Reling und genossen einen letzten Blick auf die Stadt, welche im schönsten Abendlicht leuchtete.  Eines ist jedenfalls sicher.........auch diesmal haben wir enorm viel Eindrücke von dieser Insel im Gepäck !

Und da wir heute schon mal beim Thema Whisky waren.......gab`s als heutigen Absacker einen Single Malt.......

 

Hallgrimskirche und Konzerthaus im Abendlicht

 

 

Fortsetzung folgt......

 


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Donnerstag, 5. Oktober 2017 - 10:15 Uhr

Arctic Summer Feeling.......( Teil 6 ).....

 

.....oder  "zwei Tage Seele baumeln lassen"

 

Also diesmal werd ich Euch nicht ganz so sehr zutexten........nun hatten wir nämlich zwei Seetage vor uns und die sind ja bekanntlich nur für eine Sache wichtig......nämlich dem Nichtstun !!  

 

 

Die stürmische See vom Vorabend war also überstanden und die Höhe der Wellen somit um einige Meter geschrumpft........was bedeutete, daß alle Passagiere wieder Lust auf Frühstück hatten !

 

Nun hatten wir zwei Tage vor uns an denen das einzigst Anstrengende höchstens das "Füsse-hochlegen" war........zwinker  ! 

Zwei Seetage, die zu nichts anderem animierten als intelligent auf die Wellen zu gucken, Krimis zu lesen, Handyspiele zu zocken (Mamsen spendierte ihren Jungs endlich mal eine Internetverbindung), Hörbücher zu hören und somit also Erholung pur zu genießen.

 

Man wurde auch nicht ständig abgelenkt von irgendwelchen faszinierenden Küstenstreifen die an einem vorbeizogen, malerischen Fjordkulissen oder idyllischen Buchten in der grönländischen Pampa die unbedingt einen Blick und Bewunderung verdient hätten und man brauchte keine Rücksicht nehmen auf anstehende Ausflüge und dem dadurch verschobenen Tagesrythmus.

Also nicht, daß ihr nun meint eine Kreuzfahrt wäre stressig......so war es nicht gemeint !   Aber trotzdem hat so ein Seetag zwischendurch schon auch was. Man kann wunderbar entschleunigen und sich wirklich nur dem "Seele-baumeln-lassen" widmen.

 

Wellen gucken......

 

dem Hörbuch lauschen.....

 

.....und einfach Nichts tun

 

 

Am Vormittag des ersten Seetages hatten wir aber zumindest eine Verabredung auf der Brücke. Das war aber auch schon so ziemlich der einzigste Termin der während der beiden Seetage angesagt war. Doch eine Brückenbesichtigung lassen wir uns nie entgehen und ist immer interessant. Nach der Führung kamen wir auch noch ins Gespräch mit Kapitän Ole und als wir erwähnten, daß Felix sich auf der "Sjøkurs" (dem Schulschiff) beworben hatte (Felix wusste zu der Zeit nur noch nicht, ob er angenommen werden würde), kam Ole gleich begeistert ins Schwärmen, daß es doch eine so tolle Schule wäre und hat uns noch bisschen vom Matrosenleben erzählt.....

 

zu Besuch auf der Brücke

 

...und Kapitän Ole hat 'ne Menge Gehilfen im Ausguck sitzen......   ;-)

 

Der zweite Seetag bescherte uns dann sogar traumhaftes Wetter !  Obwohl mitten auf dem Atlantik, die See war trotzdem ruhig und fast strahlend blauer Himmel dazu. Es dauerte auch nicht lange, bis so ziemlich alle Liegestühle von sonnenhungrigen Passagieren belagert wurden. Ein Jäckchen war zwar schon sinnvoll, aber dann konnte man es sehr gut draußen auf Deck aushalten.

Und tatsächlich sah man dann am Abend ganz viele, rötlich angehauchte Touristen umherlaufen.........und ja, auch wir haben etwas Farbe abbekommen.

 

Sonne tanken im Atlantik

 

So, das war's schon für heute..........dafür gibt's dann im nächsten Bericht wieder umso mehr......zwinker !     Bis bald.......

 


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Montag, 2. Oktober 2017 - 10:15 Uhr

Herbstferien.......

 

 

 ......und so richtig herbstliches Wetter

 

Es regnet und stürmt. Und das schon seit ein paar Tagen. Und auch nicht gerade wenig. Seit heut Nacht sind Überschwemmungen das Thema schlechthin, egal ob im Radio oder in der Zeitung......überall heißt es nur noch  "Land unter".

Bei uns direkt rund ums Haus ist nicht so viel davon zu sehen, mit Ausnahme dem Bereich zwischen Haus und Teich.......da könnte ich momentan gerade behaupten daß der Teich bald bis ans Haus ranreicht......aber nur fast.  Wir liegen ja zum Glück etwas erhöht. 

Aber in anderen Gegenden sieht es weitaus schlimmer aus.......manche sind komplett abgeschnitten weil Zufahrtsstrassen überflutet sind. Ebenso ist wohl einer der Tunnel in Kristiansand halbwegs unter Wasser, denn Michi musste sich heute einen anderen Weg zur Arbeit suchen.

 

Doch wenn man den Meteorologen (oder war's doch Petrus ?) glauben darf, so dürfte das Regenwetter ab morgen ein Ende finden. Wäre auch wirklich schön, denn Mamsen träumt schon seit Wochen von einem richtig tollen Herbstwetter. Nur ob das noch noch irgendwann kommt......?

 

Unser Nachwuchs lässt sich aber vom Wetter nicht abhalten........ja, die sind schon wieder beim Angeln. Wir haben übrigens gerade eine Woche Herbstferien was bedeutet, wir dürfen uns an Felix seiner Gegenwart erfreuen !

Am Wochenende war er auch gleich mit seinem Kumpel und dessen Familie auf Elchjagd.......aber auch die haben aufgrund des Regens bereits Sonntag Mittag die Tour abgebrochen.

Ich hoffe einfach, daß die restliche Woche der Ferien für die Beiden wettertechnisch, und auch sonst natürlich, noch einigermaßen schön wird.

 

Übrigens......was ich neulich schon mal erwähnen wollte.......unser Felix ist noch nie sooooooo gerne zur Schule gegangen wie zur Zeit auf seinem Schulschiff. Er strahlt immer richtig, wenn wir ihn bei seinem alten Dampfer abliefern.  So wenn's halt immer mit den Schülern wäre........

 

Hier übrigens mal ein Bild der aktuellen Schüler samt Kapitän mit ein paar Kollegen von der Sjøkurs..........."fesche Madln und Buam" täten wir in meiner alten Heimat sagen, und unser fescher Bua steht ganz rechts aussen  (und Mamsen guckt ganz stolz auf`s Bild......grins).

 

 

 

 

 

Noch schnell ein paar herbstliche Eindrücke von meinem Samstagmorgen-Spaziergang.   Ansonsten.......eine schöne Woche Euch allen !

 

                    

 

                     

 

 


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Sonntag, 24. September 2017 - 10:30 Uhr

Arctic Summer Feeling.......( Teil 5 )......

 

.......oder  "Martini on Gletschereis"

 

 

An diesem Morgen kamen wir etwas flotter in die Gänge.......denn bereits nach dem Frühstück sollten die ersten Gruppen zu ihren Ausflügen aufgerufen werden. Allerdings, ein kurzer Rundgang um das Schiff musste noch vor dem Frühstück sein, um einen kurzen Blick auf die heutige Umgebung zu werfen.

Die FRAM dümpelte bereits vor dem kleinen Örtchen Qassiarsuk, welches allerdings zu diesem Zeitpunkt noch von Nebelschwaden gut eingepackt war und man daher nicht gerade viel zu Entdecken hatte.

Immerhin war unser Expeditionsteam schon mal fleissig am Vorbereiten und mit dem ersten Tenderboot unterwegs in Richtung Ufer.

 

blickte man nach Backbord.......hingen die Wolken ziemlich tief.... 

 

Kurz zu Qassiarsuk - dieser kleine Ort ist deswegen bekannt, weil hier an dieser idyllischen Stelle einst (so um das Jahr 985) "Erik der Rote" (ein norwegisch-isländischer Seefahrer) die Idee hatte die erste skandinavische Siedlung Grönlands zu errichten. In den grünen Hügeln, die den Ort umgeben, steht eine riesige Statue die wiederum Leif Eriksson darstellen soll - einer von seinen Söhnen. Und dieser Leif soll ja nicht ganz unschuldig an der Entdeckung Amerikas sein.........so sagt man sich.....

Was aber noch unbedingt erwähnenswert ist.....es gibt hier so gut wie keine Mücken !  Und warum ?  Weil diese kleinen blutrünstigen Biester keinen Schafdung mögen. Und diesen gibt es hier nämlich (also aufpassen wo man hintritt) , da Qassiarsuk einer der wenigen Orte Grönlands ist, wo Schafzucht betrieben wird. Somit war also heute schon mal ein Spaziergang "ohne Betreuung" garantiert......grins

 

blickte man nach Steuerbord.....war die Sicht schon etwas besser

 

 

   

Doch so weit so gut.........zurück zu unseren Plänen.

Wir hatten uns erstmal für die Bootstour zu einem nahegelegenen Gletscher entschieden und wurden auch schon bald - diesmal von richtigen Ausflugsbooten aus Qassiarsuk - abgeholt und in den Qooroq Fjord gebracht, wo dann auch der gleichnamige Gletscher in der Ferne zu bewundern war. Kaum bogen wir mit den Booten in diesen Fjord ein, waren wir auch schon von einigen Eisbergen umgeben.

 

 

 

 

 

Und sogleich war ich wieder fasziniert von den verschiedenen Farbnuancen die immer wieder zu Entdecken waren. Manche Eisberge waren einfach nur weiß, manche grau angehaucht oder gar gestreift, und einige leuchteten in den verschiedensten Blautönen......vor allem als später die Sonne auch rauskam und so manchen Eisklumpen zum Leuchten brachte, wirkte es fast schon etwas kitschig.

 

 

 

 

 ein Seeadler der seine Runden zog.....

 

Je näher man dem Qooroq Gletscher kam umso mehr Eis schwamm um das Boot rum und schließlich stoppten wir einfach und ließen uns nur noch treiben. Und es war eine herrliche Stimmung über dem Fjord !  Es war fast still, man hörte nur ab und zu leises Knacken welches von den Eisbergen kam oder ein paar Vögel flatterten über uns hinweg, der Wolkenvorhang stieg immer weiter in die Höhe und so nach und nach kamen immer mehr Sonnenstrahlen zum Vorschein.

 

 

Unser Guide (eine junge, sehr freundliche Inuit-Dame) stellte dann irgendwann die Frage, ob wir uns denn vorstellen könnten wie weit es noch bis zur Gletscherkante sei ?  Und die meisten waren sich einig, daß es sich vielleicht so um die 2-3 Kilometer handeln könnte......doch weit daneben ! Es waren vom Boot bis zum Gletscher tatsächlich noch 16 km !!  Nur aufgrund der klaren Luft in diesen Gegenden kann man sich also bezüglich der Entfernung so täuschen.

 

 

 

 

 

 

 

Schließlich wurde auch noch extra für die Touristen etwas Eis abgekratzt um dann einen "Martini on Gletschereis" servieren zu können (der arme Eisberg..........aber es waren zum Glück viele Eisberge um uns rum, so daß mein schlechtes Gewissen nicht mehr ganz so groß war - trotzdem hätte man auf diese Eiswürfel verzichten können).

 

 

 

 

Zurück vom Ausflug tauschten wir nur kurz unseren fahrbaren Untersatz........vom Ausflugsboot ging's sogleich rüber ins Tenderboot und wir tuckerten noch ans Land um Qassiarsuk zu besuchen. Die Zeit reichte immerhin noch für einen gemütlichen Spaziergang durch den kleinen Ort, ein kurzes Posieren vor der großen Statue damit Mamsen auch ja ein Erinnerungsbild bekommt, sowie einen Besuch in einem grönländischen Tante-Emma-Laden wo es sogar Gläser mit Meica-Würstchen gab.

 

 

 

der Pfad hoch in die Hügel.....

 

 ....wo Leif Eriksson ganz gebannt nach Nordamerika guckt

 

 Qassiarsuk ist ziemlich überschaubar ;-)

 

 

 jedenfalls kann ich bestätigen, daß es auch in Grönland ein Meer von Blumen gibt

 

 

unser Florian guckte natürlich wieder "hinter die Kulissen"

 

 

 

 

Und kurz bevor Kapitän Ole den Anker lichten ließ waren wir auch wieder zurück an Bord und genehmigten uns erstmal ein verspätetes Mittagessen.

 

Übrigens kam bereits beim Auslaufen eine Durchsage, daß man denn gegen Abend mit stürmischer See zu rechnen hätte. Kurz habe ich dann auch an die Reisetabletten gedacht, denn unser Flori hatte schon mal auf einem kleinen Whale-Watching-Dampfer so seine Probleme.......aber andererseits schwirrte da ein Satz durch meine Gedanken von wegen "auf einem Kreuzfahrtschiff wird doch keiner von uns seekrank" ! Nun ja.....hätt ich mal auf die Tabletten bestanden.....

Als wir uns gegen Abend dem offenen  Meer wieder näherten konnte man schon etwas mehr Seegang spüren. Einige Zeit ging's noch gut, aber irgendwann kam Flori doch an und meinte, daß ihm nun schlecht sei. Auch der Weltbeste wurde immer stiller (also noch stiller als er sonst eh schon ist.......zwinker) und als das Schiff dann nur noch wild durchgeschaukelt wurde einigten wir uns darauf, das Abendessen ausfallen zu lassen und lieber gleich in die Kojen zu kriechen. Mir persönlich war zwar nicht direkt schlecht, aber etwas komisch dann doch.....(irgendwie schlecht zu beschreiben).

Flori und Michi bekamen von mir noch Reisetabletten verabreicht (zum Glück wirkten die innerhalb weniger Stunden) und ich selbst habe mal so Ingwertabletten probiert und so sind wir schließlich in unsere Kojen gekrochen und haben uns brav auf die Seite gelegt, so wie es Kapitän Morten Hansen immer empfiehlt (der ein oder andere kennt ihn ja vielleicht aus der bekannten Kreuzfahrt-Doku). Und ob's nun Einbildung war oder nicht......in der Seitenlage ging es mir tatsächlich wieder gut.

Der Einzige der diese Berg- und Talfahrt so richtig genossen hat war unser Felix ! Er saß noch eine Weile auf seinem Lieblingsplatz über dem Bug und sah zu wie die Wellen über das Schiff bis hoch zum Panoramadeck spritzten......und hatte seinen Spaß dabei !

Aber diese Ecke, also rund um das Südkap von Grönland ist wohl bekannt für ihre stürmische See. Und bereits im Laufe der Nacht hat es etwas abgeflaut, so daß alle ihren wohlverdienten Schlaf fanden.

 

Für eine Dame jedoch war die Nacht wohl nicht so dolle, nämich die ältere Frau die von uns bereits den Spitznamen "der schlimme Finger" erhalten hatte. Ihr erinnert Euch vielleicht.....sie hatte mit ihrem Finger bereits am Flughafen schon heftig vor uns rumgefuchtelt und uns zurechtgewiesen......doch nun wurde ihr Daumen verletzt. Bei dem starken Seegang hatte sie ihren Daumen nicht rechtzeitig aus einer zufallenden Tür bekommen. Sie wurde zwar gleich ärztlich betreut, da sie aber seitdem mit dick verbundenen und immer hoch erhobenen Daumen durch die Gegend lief, passte ihr Spitzname nun umso besser. Aber die Schmerzen die sie hatte waren sicherlich nicht angenehm........und trotz ihres Auftreten, welches mich immer wieder an einen General erinnerte, sie tat mir nun schon auch leid.

 

Doch  nun.......bis zum nächsten Mal !

 

 im Laufe des Nachmittages zog sich die Wolkendecke wieder zu......

 

 ....und auf dem offenen Meer herrschte wieder dicke Nebelsuppe 


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Sonntag, 17. September 2017 - 16:40 Uhr

Wochenendsonne......

 

 

......die man unbedingt geniessen  sollte !

 

Denn das Wetter weiß zur Zeit nicht so recht was es machen soll.......mal sonnig, mal regnerisch.  Wir haben jedenfalls das schöne Sonntagswetter heute für eine kurze Tour genutzt, denn die nächsten Regenwolken lauern schon .........

 

 

 

 

 

 

Unserem Großen geht es übrigens nach wie vor sehr gut auf seinem Schulschiff !  Er fühlt sich wohl, hatte bisher noch kaum Unterricht und genießt die Zeit an Bord auch wenn es manchmal lange Tage sind. Momentan sind sie gerade für 10 Tage unterwegs, schippern von Stadt zu Stadt um den jeweiligen Schulen dort die Möglichkeit zu geben, das Schiff zu besichtigen und sich über die entsprechenden Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Felix ist tagsüber oft Guide für die Besucher und wenn er dann noch Nachtwache hat.......so muß er zusehen wie er ab und zu ein bisschen Schlaf finden kann.

 

Neuerdings genießt er das Leben sogar zu Zweit !   Man kann es kaum glauben, aber auch er hat wohl nun begriffen, daß es neben dem Angelsport auch noch andere Interessen gibt.....zwinker.

Sie heisst Thea und er hat sie uns auch schon vorgestellt und so auf den ersten Eindruck kann ich sagen, sie scheint eine liebe und einigermaßen vernünftige Person zu sein.

Wobei ich mich nun natürlich gleich an den nächsten Gedanken gewöhnen darf.........nämlich daß ich Felix mit einer anderen teilen muß und nicht mehr die "erste Geige" in seinem Leben spielen darf.  Aber auch das wird Mamsen irgendwie auf die Reihe bekommen......

 

Wünsch Euch was ! 


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Mittwoch, 13. September 2017 - 16:00 Uhr

Arctic Summer Feeling.......( Teil 4 )......

 

 

.......oder  "von der Mücke bis zum Moschusochsen"

 

Der Tag begann recht gemütlich und da am Vormittag nichts Besonderes geplant war nahmen wir erstmal unsere neuen, bereits liebgewonnenen Lieblingsplätze über dem Bug ein um die Gegend zu beobachten.

Das Beobachten erwies sich zwar noch etwas schwierig da sich vor Grönlands Küste noch dicke Nebelschwaden tummelten. Hin und wieder konnte man aber einen Blick auf einen vorbeiziehenden Eisberg ergattern und wir machten es wie die übrigen Touristen auch - wir klebten sogleich mit der Kamera an der Scheibe oder sprinteten sogar mal kurz an die frische Luft um den Eisklumpen auch ja auf der Speicherkarte zu verewigen.

 

 

 

 

Zwischendurch durften wir zur Stiefelanprobe erscheinen, denn man bekommt auf solchen Reisen gute warme Gummistiefel zur Verfügung gestellt (als Leihgabe) um immer trockenen Fusses an Land zu kommen.

Bzw. ist es an manchen Orten sogar Pflicht diese Stiefel zu tragen, da diese nach jedem Landgang desinfiziert werden und man möchte somit eben vermeiden, daß evtl. Krankheiten in diese besonderen Gegenden übertragen werden und die Natur darunter leiden muß.

Wenn also jeder seine passende Schuhgrösse gefunden und für gut befunden hat, hängt man sie in der Stiefelkammer an seinen vorgesehen Haken und kann sie so jederzeit nach Bedarf abholen.

 

 

Nach dem Mittagessen, mittlerweile kam übrigens immer öfters die Sonne zum Vorschein, schipperte die FRAM bereits in wunderschönen Fjorden und die steilen Berghänge erinnerten uns manchmal an die Berge der Lofoten. Es dauerte dann auch nicht mehr lang bis wir unser Ziel erreichten - Ivittuut.

 

erster Blick auf Ivittuut

 

in Ivittuut

 

Ivittuut ist heute nur noch eine Geisterstadt. Früher wurde dort Kryolith abgebaut, aber nachdem die Vorräte irgendwann erschöpft waren hatte man den Tagebau eingestellt und so nach und nach zogen auch die Einwohner weg. Nun steht alles leer und verfällt......aber diese Gegend ist bekannt für ihre Moschusochsen.....und genau diese wollten wir ja auch sehen.

 

Die Passagiere wurden also, mit Stiefeln ausgerüstet, an Land getendert und dort gab's auch gleich noch eine kurze Information wie weit man denn eigentlich gehen dürfe. Zur Begrüßung kamen allerdings gleich mal jede Menge grönländischer Mücken und somit wurde aus unserem Rundgang in Ivittuut mehr so ein "Betreutes Wandern"......zwinker.

 

nicht nur Mücken sondern auch deren großer Kumpel begrüsste uns  ;-)

 

Aber gut, ganz so schlimm war es dann doch nicht und ich konnte einen hysterischen Anfall problemlos vermeiden indem ich einfach die Kapuze über den Kopf gezogen habe. So war es ganz gut auszuhalten.

Abgelenkt war man dann sowieso etwas, denn es war schon interessant diesen verlassenen Ort zu sehen, mit den teils halb verfallenen Häusern und vor allen den Dingen die so einfach zurückgelassen wurden.

Irgendwann stießen wir auf Dominic, dem Bordfotografen, und als er erzählte er hätte bereits eine Herde Moschusochsen ausfindig gemacht, war unser Flori gleich Feuer und Flamme. Er spurtete auch straks los um auf Jagd zu gehen......mit der Kamera als Waffe versteht sich !

Somit war er jedenfalls bestens beschäftigt wären wir anderen uns den alten Bauten widmeten.

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 ein Teil der Passagiere hatte Lust auf eine Kajaktour

 

Irgendwann aber mussten wir trotzdem den Rückzug zum Schiff antreten......und so fanden wir uns natürlich wieder.......ja genau......an unserem Lieblingsplatz ein um von dort - bei einem fruchtigen Cocktail - das Auslaufen und die Fjordlandschaft zu bewundern.

 

An diesem Abend besuchten wir nach dem Essen nur noch kurz einen Vortrag der von unserem nächsten Ziel handelte, um so schon mal ein paar Infos im Kopf zu haben.

Und dann.......ging es an diesem Tag wirklich mal etwas früher in die Koje. Obwohl die Landschaft draußen in der Mitternachtssonne schon wieder sehr verlockend war und von uns eigentlich mehr Beachtung und Bewunderung verdient hätte.....aber wir waren müde.

 

 Jim, der Expeditionsleiter, kümmerte sich ums Tendern

 

 

 

 

 Fortsetzung kommt bestimmt.......


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Montag, 4. September 2017 - 12:45 Uhr

Arctic Summer Feeling.......(Teil 3)......

 

.....oder......"immer noch schlaflos in Grönland"

 

 

Das Wort "müde" stand am nächsten Morgen, nach nur wenigen Stunden Schlaf, noch sehr deutlich in unseren Augen zu lesen, aber wir wollten uns trotzdem nicht das Frühstücksbuffet entgehen lassen und krochen aus den Kojen.

 

Ausserdem standen für den Vormittag gleich ein paar wichtige Punkte auf dem Programm. Zum einen stellte uns Kapitän Ole seine Mannschaft und das Expeditionsteam vor und zum anderen gab's natürlich auch noch ein paar Infos bezüglich Sicherheitsvorkehrungen sowie eine Demonstration wie man - im Falle eines Notfalls - die Rettungsanzüge anzuziehen hat um sich in ein orangefarbenes Teletubbi zu verwandeln.

 

 

Und da schon mal alle Passagiere anwesend waren nutzte Bordfotograf Dominic die Chance und scheuchte uns alle an den Bug um das obligatorische Gruppenfoto dieser Tour zu machen (war bereits in Teil 1 zu sehen).

 

Anschließend lotste man die Passagiere noch in den tiefen Bauch der FRAM, wo wir uns in der Stiefel- und Ausrüstungskammer unsere Windjacken abholen durften.

Hurtigruten spendiert nämlich bei Expeditionskreuzfahrten jedem Passagier eine Windjacke. Ich dachte ja erst noch, daß es sich dann sicherlich um eine schlichte, einfache und vor allem billige Jacke handeln würde, aber Nein - die Windjacken sind mal gar nicht so schlecht und mit etwas guter Pflege überleben sie vielleicht auch ein paar Jährchen.

 

So, nachdem also alle wichtigen Punkte für diesen Vormittag abgehakt waren nutzten wir die Zeit vor dem Mittagessen (ja es war schon fast wieder soweit) noch für eine weitere Erkundungstour auf dem Schiff und landeten schließlich mit Kaffee und Kakao in einem gemütlichen Sessel. Darf erwähnen, daß es auf der FRAM so eine kleine Selbstbedienungsecke gibt, wo ein Kaffee- und Kakaoautomat steht, es Wasser und auch Tee gibt und immer etwas Obst und Gebäck rumsteht......und alles gratis.

 

Nach dem Mittagsbuffet gönnte sich Mamsen dann ein kurzes Schläfchen......schließlich steckt man ab einem gewissen Alter solch kurze Nächte nicht mehr so locker weg......zwinker !

Und die übrige Zeit bis zum Landgang verbrachten wir dann an den großen Fenstern der Panorama-Lounge (welche zu unserem Lieblingsplatz wurde) und genossen den Blick über die vorbeiziehende, faszinierende grönländische Landschaft.

 

 

bei der herrlichen Landschaft......

 

.....kann man stundenlang die Aussicht geniessen

 

 

Gegen 17.30 Uhr legten wir dann in Nuuk (der Hauptstadt) an und nachdem die Hafenbehörde ihr OK gab durften wir auch bald vom Schiff. Wir hatten nun für diesen Tag keine spezielle Tour gebucht und sind daher gleich mal an den wartenden Ausflugsbussen vorbei um in Richtung Zentrum zu spazieren.  

Und Nuuk selbst........ist nun nicht gerade der Brüller. Was aber vielleicht auch mit daran lag, daß wir zu einer Uhrzeit kamen, wo man in Grönland bereits die Gehsteige hochklappt. Zumindest war sehr wenig los in den Strassen und auch alle Geschäfte hatten schon geschlossen, daher wirkte der Ort eher etwas verschlafen.

 

Optisch gesehen bietet Nuuk eher eine abwechslungsreiche Mischung. Es gibt Viertel mit in bunten fröhlichen Farben bemalten Häusern, aber auch etwas triste Wohnblöcke die nicht gerade einladend wirken und dann wiederum sehr moderne Bauten im Zentrum, mit denen man in Grönland vielleicht so gar nicht rechnet.

 

Da uns also auf unserem Spaziergang nur wenige Leute über'n Weg liefen - und davon konnten wir gut die Hälfte schon wieder als Touristen identifizieren (so eine Hurtigruten-Jacke hilft auch ungemein den Überblick über Passagiere zu behalten....zwinker) - und hier auch kaum der Bär steppte und es nicht mal die Möglichkeit gab, die für Touristen so wichtigen Postkarten zu kaufen.........entschlossen wir uns zu einem Kneipenbesuch. Und in den Lokalen herrschte wesentlich mehr Trubel als draußen ! So saßen wir also gemütlich noch bei einem Drink zwischen Einheinmischen und Zugereisten (vermute, daß vom dänischen Festland einige hier leben), bevor es dann im Schlendergang wieder Richtung Schiff ging.

 

Zurück an Bord holten wir uns noch ein paar Häppchen vom Abendbuffet und landeten schließlich wieder auf unserem Lieblingsplatz und gönnten uns einen Sundowner......oder zwei.....

 

Eigentlich wollte ich an diesem Abend etwas früher ins Bett, bisschen Schlaf aufholen, aber wenn man andauernd an so wunderschöner Landschaft vorbeischippert und die Mitternachtssonne dazu lacht.......dann ist es sehr schwierig sich von diesem herrlichen Anblick loszureissen. Und somit wurde es wieder eine kürzere Nacht.

 

 

Demnächst geht's weiter........

 

 

Hier natürlich noch ein paar Eindrücke von Nuuk.

Ich darf auch erwähnen, daß auf dieser Reise unser Florian sehr viel fotografiert hat und auch von ihm sich immer wieder einige Fotos hier einschleichen :-).  Und ihr werdet feststellen, daß er eine ganz andere Art und Weise hat die Orte zu sehen........was ich total interessant fand !  Er guckt nicht so auf das Schöne der Landschaft sondern konzentriert sich auf  Müll, Schrott und Schilder, hält also auch das Negative oder "echte" Leben fest.  

  

 

 

ruhiges Zentrum von Nuuk

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                 

 

 

Hafenidylle in Nuuk

 

 

auch hier gibt's jede Menge Container....wie in jedem Hafen

 

 

 

 

 

 

tja.....auch das ist Nuuk

 


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Mittwoch, 30. August 2017 - 10:50 Uhr

Arctic Summer Feeling.......(Teil 2)......

 

.......oder  "Schlaflos in Grönland"

 

Diesmal fang ich aber nun wirklich an von unserer Reise zu erzählen.

 

Nachdem also die Koffer im Auto verstaut waren ging es erstmal nach Oslo zum Flughafen um von dort nach Kopenhagen zu fliegen - dem Ausgangspunkt unserer Reise.

Bei Hurtigruten ist es nämlich so, daß Inlandsflüge im Preis der Expeditionskreuzfahrten inkludiert sind und also der Flug von Kopenhagen - Grönland, sowie der Flug Spitzbergen - Oslo bereits für uns gebucht waren.

Und nachdem wir in Kopenhagen ankamen durften wir gleich mal feststellen, daß der Flug nach Kangerlussuaq fast 2 Stunden Verspätung haben sollte. Somit also erst um 23.00 Uhr starten würde. Aber auch diese Wartezeit wurde irgendwie gemeistert. Das einzig ungemütliche war nur meine Erkältung, die mich gerade zu dem Zeitpunkt plagte (ja ich weiß, mein Timing für abgedichtete Nebenhöhlen war mal wieder perfekt.....) und mir bereits während dem ersten Flug schon Probleme bereitete. Der Druck im Flugzeug und Rotznasen passen nicht zusammen. Um also auf dem nächsten Flug die Ohrenschmerzen zu vermeiden, verpasste ich meinem Näschen eine doppelte Portion Nasentropfen.

 

Übrigens durften wir in Kopenhagen schon beim Einchecken mit der "netten", deutschen Vorgehensweise  Bekanntschaft machen. Am AirGreenland-Schalter hatten sich ja noch viele weitere Passagiere für die Kreuzfahrt eingefunden und es waren jede Menge deutsche Stimmen darunter.

Als wir dann am Schalter zur Kofferaufgabe standen, die Dame uns ein Zeichen gab daß wir nun dran wären und mit dem Gepäck zu ihr kommen sollten......so rekte doch sogleich eine ältere grauhaarige Dame (sie wirkte eher wie ein General) neben uns ihren Zeigefinger hoch und wedelte damit energisch vor unseren Nasem rum und kam auch gleich, nicht gerade freundlich, mit dem Vermerk "Stopp !  Wir stehen schon länger hier".  Gerade so, daß sie mich nicht noch wegschubste.....

Somit war uns klar, in den kommenden zwei Wochen mussten wir wieder mit deutscher Mentalität zurechtkommen. Diese besagte Dame, später von uns nur noch "der schlimme Finger" genannt (wieso, weshalb, warum erzähl ich demnächst....) sorgte während der Reise noch für so manches Schmunzeln.

 

Leider hatten wir keinen Fensterplatz in der Maschine, doch was ich immer so mit langgestrecktem Hals über den Gang hinweg zum Fenster hinaus erspähen konnte, so war der Flug über Island und der Landeanflug auf Kangerlussuaq schon mal sehenswert, vor allem wenn man bedenkt, daß ja die Mitternachtssonne noch fleissig bei der Arbeit war.

Grönland begrüsste uns dann mit ganz angenehmen Temperaturen (so um die 12 Grad), einer herrlichen Mitternachtsstimmung über dem Fjord und vor allem.........Unmengen von Mücken !  Die sind in Grönland zur Sommerszeit leider allgegenwärtig.

 

Nachdem man dann alle Touristen in die bereits wartenden Busse verfrachtet hatte, zuckelten diese mit ihrer erwartungsvollen Ladung los zur circa 12 km entfernten Tenderstelle. Und wenn ich von "zuckeln" spreche......meine ich es auch so. Der Bus benötigte für die paar Kilometer eine halbe Stunde und zwischendurch kamen sogar mal so Verdachtsmomente auf wie "gleich bricht das Teil in tausend Teile zusammen". Sollte vielleicht auch erwähnen, daß die Schlaglöcher auf diesem Weg locker mit dem Krater des Ätnas mithalten können.

Letztendlich erreichten wir dann aber doch auch mal unser Ziel und wurden gleich vom Hurtigrutenteam in Empfang genommen und mit Sicherheitsvorkehrungen und -informationen gefüttert. Denn - auch das "Tendern" will gelernt sein.....

 

Schließlich saßen wir endlich im Boot und wurden zur MS Fram rübergebracht, wo uns sogar Ole (der Kapitän) höchstpersönlich aus den Tenderbooten half.

Sogleich ging es dann an die Rezeption zum Einchecken und schnurstracks weiter auf die Suche nach der Kabine. Und wie von uns bereits vermutet, hatte diese natürlich nicht gerade die Ausmaße einer Präsidentensuite sondern glich eher einer Schuhschachtel. Ich hatte ja bereits im Vorfeld so manchmal meine Bedenken, ob es denn bei knapp zwei Wochen in dieser beengten Kabine zu eventuellen Komplikationen kommen könnte.......aber.......es ging gut und wir haben alle überlebt ! 

 

Jedenfalls ist dann nicht mehr viel in dieser Nacht, oder was davon noch übrig war, passiert. Wir waren doch ganz schön müde und nach einem kurzen Rundgang über's Schiff und nach der Abfahrt noch ein kurzer Besuch an Deck um die nächtliche Stimmung über der wunderschönen Fjordlandschaft zu bewundern......fielen wir auch schon in unsere Kojen.

Und wenn man es genau betrachtete, so war es ja für uns eigentlich bereits 6.00 Uhr morgens !  Nur aufgrund der Zeitverschiebung war es vor Ort in Grönland 2.00 Uhr.........und somit ebenfalls ein guter Grund die Augen zu schließen.

 

Fortsetzung kommt schon noch......

 

 

hier ein Überblick über unserer Route

 

 

der erste Blick auf Grönland

 

schon mal ein Blick über den Fjord....

 

Blick auf Flughafen Kangerlussuaq, der Ort besteht übrigens nur

aus einem alten Militärflughafen und einigen wenigen Häusern

 

 

der erste Blick aus dem Flugzeug

 

wir nähern uns langsam der Tenderstelle und somit der MS Fram

 

los ging's mit Tendern....

 

Blick über den Fjord und der Kapitän beim Auslaufen in seiner Nock..

 

unsere Schuhschachtel...

 


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Sonntag, 27. August 2017 - 10:50 Uhr

Ein Samstagnachmittag.......

 

......auf dem Schulfschiff !

 

Also auch wenn die Schüler am Wochenende eigentlich frei haben (bis auf diejenigen, die zur Wache eingeteilt sind), lassen sich die Lehrer gerne etwas für die gute Laune einfallen. Man spielt kurzerhand schnell mal "Mann über Bord".........und alle haben ihren Spaß dabei !

 

 

ja ich weiss, man kann auf den Bildern keinen richtig erkennen.....aber zumindest

weiss ich, daß von den orangen Punkten der Linke unser Felix sein soll

 

 

Es sind ja erst wenige Tage seit Schulbeginn vergangen...........aber vorerst fühlt sich Felix dort pudelwohl. Vor allem als er erfuhr, daß in den ersten Wochen schon mal kein richtiger Schulunterricht sattfindet sondern sich erstmal alle nur mit dem Schiffsalltag und den Aufgaben an Bord vertraut machen dürfen und nächste Woche zu ihrer ersten Tour nach Dänemark aufbrechen........da war das für unseren Felix ein ganz großer PLUSpunkt !

 

Schönen Sonntag noch und AHOI !

 


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Mittwoch, 23. August 2017 - 15:55 Uhr

Der Platz ist leer........

 

 

.........neben mir am Esstisch.

 

Ebenso der Platz auf dem Sofa neben Michi.......

 

Nun kann ich auch nicht mehr rummotzen wenn er lautstark die Treppe rauf- und runterpoltert, lautstark die Türen zuschlägt oder mal wieder null Bock auf Lernen hat.

 

Ihr könnt's Euch sicherlich schon denken..........unser Großer hat heute seine ordentlich gefüllten Reisetaschen genommen und das Weite gesucht. Oder einfacher gesagt - auch für ihn war nun endlich Schulbeginn.

 

Wir haben ihn heute Vormittag zum Schulschiff in die Nähe von Kristiansand gebracht und nach kurzer Anmeldung im Büro ging es auch gleich auf's Schiff und auf die Suche nach seiner Kabine.

Die ist zwar mega winzig.......man kann sich kaum umdrehen und auch das Bett sieht irgendwie viel zu kurz geraten aus (und Mamsen macht sich da natürlich gleich Gedanken "oh mein armes Kind" )........aber Felix wird es sich schon gemütlich machen. Ausserdem besteht bei guter Führung die Chance auf ein Upgrade, also auf eine etwas grössere Kabine mit eigener Dusche und WC. Die Lehrer machen dies aber immer davon abhängig ob einer auf seine Kabine achtet und alles sauber und ordentlich hält.

 

Nach kurzem Rundgang auf dem Schiff war auch gleich Mittagessen angesagt und sogar wir Eltern durften uns mit am Buffet bedienen. Danach haben wir Felix seinem Schicksal überlassen bzw. dem Auspacken und Einrichten in den neuen vier Wänden und uns........schweren Herzens........auf dem Heimweg gemacht.

 

Und auch wenn ich mich ganz dolle mit ihm über diese Chance freue........so fällt es doch ein klein bisschen schwer ihn gehen zu lassen. Aber ich denke, jede Mutter weiß wovon ich rede.......und es ist egal ob die Kids bereits mit 16 Jahren oder auch erst mit 26 ihr Elternhaus verlassen.....einfach wird es nie sein. Dafür hat man die Sprösslinge einfach zu lieb.

 

 

die "MS Sjøkurs" heute morgen im schönsten Sonnenschein

 

 

 

 

Felix guckt schon mal wieviel Schiffsplanken er in Zukunft schrubben muss...... ;-)

 

 

nur einen Katzensprung entfernt....das Schulgebäude

 


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