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Mittwoch, 16. Juli 2014 - 11:00 Uhr

Und schon wieder antikes Gestein.....

 

Schloss Tjolöholm (26.06.)


Da unsere Jungs ja bereits vor unserer kleinen Reise zu mir kamen und meinten “Mama - daß wir diesmal auch ja keine Kirche besichtigen müssen”..……..habe ich mir das natürlich zu Herzen genommen und nach Alternativen gesucht.

Und….was soll ich sagen…..es gibt ja auch noch Schlösser und Burgen….grins ! In Schweden sogar eine stolze Anzahl davon. Ihr werdet nun denken “oje, die armen Kinder”, aber so ganz grausam waren die Ausflüge dann ja doch nicht für Felix und Florian.

Der Besuch der Carlsten Festning am Vortag hatte ihnen immerhin schon mal Spaß gemacht und so fanden wir für den heutigen Tag gleich noch ein schönes historisches Gebäude zu besichtigen.


Schloss Tjolöholm (45 min. südlich von Göteborg) bot aber ebenso einen kleinen Badestrand so daß ich mir einfach dachte, wenn es den Beiden zu langweilig werden würde, könnten sie sich ja bißchen am Wasser vergnügen.

Ausserdem lag auf der Strecke dorthin ein Angelladen, den die Beiden sowieso noch unbedingt aufsuchen wollten. Somit waren Felix und Florian dann schnell überzeugt und unser Ausflug konnte starten.

 

Doch nun zum Schloß - also wenn man mal davor steht so denkt man, man steht in einem Pilcher-Film. Irgendwie erinnert es doch sehr an die schönen alten Herrenhäuser die man oft in diesen Filmen zu sehen bekommt.

Gebaut wurde es zwischen 1898 und 1904 und wie man nur unschwer erkennen kann im wunderschönen Tudor-Stil.


Rund um das Schloß findet man herrliche Parkanlagen und auf dem Gelände wurden damals auch einige kleinere Häuser errichtet für die Angestellten, sowie eine Kirche. Die kleineren Häuschen werden heutzutage als Ferienhäuschen vermietet.


All das lässt sich bei einem gemütlichen Spaziergang durch Park und Wald erkunden und wer Lust und Laune hat kann natürlich auch das Schloß von innen besichtigen…….ich habe jedoch, um eventuelle pubertären Aufstände zu vermeiden…….gleich darauf verzichtet.


Es war auf alle Fälle ein schöner Ausflug ins Grüne, der dann am Nachmittag mit einem Besuch im Angelladen noch für Felix und Florian seinen Höhepunkt  fand.


Zurück im Hotel gönnten wir uns erstmal einen Eisbecher (ja, in Schweden findet man doch tatsächlich hin und wieder Eiscafés die sogar Eisbecher anbieten - in Norwegen ja nach wie vor eine große Marktlücke).


Anschl. ist Michael mit den Jungs etwas zum Angeln, während sich Mamsen noch bißchen in der Umgebung herumtrieb und letztendlich doch wieder bei einer Tasse Kaffee hängenblieb und lieber das Treiben auf dem Fluss beobachtete.


Vor dem Hotel liegt ein sehr sehr altes Böotchen……die “Eduard Melin“…..und es handelt sich hier um ein Boot aus dem 1882 !   Und so sieht es auch aus !  Als wenn wirklich noch nie irgendetwas ausgebessert oder erneuert worden wäre……..

Man überlegt sich mindestens zweimal ob man einen Fuß auf die Planken setzt, den überall sieht man nur Rost und nochmals Rost.

Aber auf dem Schiff wird immerhin Kaffee, Kuchen und Suppe von einem sehr netten alten Mann verkauft (er könnte evtl. ein paar Jahre junger sein als das Boot) und ich dachte dann einfach, wenn andere sich auf das Schiff wagen, trau ich mich auch.

Die Einrichtung ist ebenso nicht die Jüngste und man sollte sich erst gründlich umsehen wo man sich hinsetzt…..ich selbst traute auch keinem der Stühle…..aber letztendlich hat es mein Gewicht gehalten. Fragt sich dann nur noch, wann die Planken unter den Füssen vor lauter Morsch oder Rost wegbrechen….

Aber genossen hab ich das Stündlein an Deck in der Abendsonne sehr….immer mit Blick auf den Fluss und meine Männer die an den Bootsstegen angelten.


Später haben wir dann unseren letzten Abend in Göteborg noch im Restaurant ausklingen lassen und am nächsten Tag nach dem Frühstück die Heimfahrt angetreten. 

 

 rund um das Schloss einfach nur schwedische Idylle

 

 die ehemaligen Häuser der Bediensteten dienen heute als Ferienhäuser

 die Schloßkirche 

wenn man sich das Schloß in S/W betrachtet......erwartet man fast daß Miss Marple um die Ecke kommt 

 

 

  

 

 

 nach sooo viel Kultur muß etwas Entspannung sein

die Eduard Melin von 1882 !  und es schwimmt noch....

 


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