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Sonntag, 3. November 2013 - 18:20 Uhr

Damals in Island.......Teil 10

 

09.07.  -  Die Sonne strahlte mit Mamsen um die Wette !

Und Mamsen strahlte, weil wir an diesem Tag das zweite Wunschziel ansteuern würden. Die Gletscherlagune Jökulsarlon. Hatt ich eigentlich schon erwähnt, daß ich nur wegen der nach Island wollte ? Nein, ist natürlich Quatsch..…..wollte die anderen Plätze natürlich schon auch sehen.......diese Lagune war eben nur -zusammen mit Landmannalaugar- eins der Favoriten.

Also auf jeden Fall ging’s früh los, denn wir hatten zwei Stunden Fahrt vor uns. Wieder fuhr man eine gefühlte Ewigkeit die Südküste entlang und man sah entweder endlose Sanderebenen oder erahnte in weiter Ferne schon den enormen Gletscher Vatnajökull (übrigens Europa’s grösster Gletscher). Immer wieder lugten zwischen Bergmassiven die Gletscherzungen hervor während man auf der anderen Strassenseite nur “Nichts” sah.

Euch ist sicherlich schon aufgefallen, daß seit der Islandreise das Wort “Nichts” eines meiner Lieblingswörter geworden ist…….warum wohl nur…..?

  

 Sanderebenen an Islands Südküste......oder im "Nichts"

 

 Ab und zu sieht man wunderschöne Gletscherzungen

 

 

Nun gut......schliesslich kamen wir an der Gletscherlagune Jökulsarlon an…..und standen wieder mal im Nebel !

Was aber gar nicht schlimm war, im Gegenteil, es tauchte die Eisberge in mystisches Licht ! Teilweise konnte man nur erahnen wo und wieviel Eisberge da im Nebel überhaupt rumdümpelten und wenn man sich die Busladung Touristen wegdachte (die da gerade ihr Unwesen trieb)......so herrschte auch eine ganz tolle Stimmung....…!

Doch was nun erstmal wichtig war - genau - eine Brotzeit für hungrige Nachwuchswikinger......ich vermute ihr habt’s schon erahnt. Also zuerst das Kaffi angesteuert, dabei die Reissfähigkeit von Mama’s Geduldfäden getestet.......was nicht gut aussah bei den vielen Touristen die komischerweise immer zur gleichen Zeit anstehen müssen wie ich......dann schnell den Kaffee geschlürft und sich über zwei zickige Jungpäbste geärgert die sich aufregten weil der isländische Waffelbäcker es wagte Pflaumenmus auf die Waffeln zu verteilen. Bis ich dann die Nase voll hatte, meine Kamera nahm und mich schnellstens aus der Krisenzone entfernte. An der Lagune war’s da schon wesentlich friedlicher….

Und da ja mittlerweile die Busladung im Kaffi saß hatte ich nun meine Ruhe, und es war herrlich sag ich Euch ! Diese gigantischen Eisberge, die da ganz langsam in der Lagune umhertrieben, durch den Nebel waren auch die Geräusche gedämpft, und ich war glücklich !   Endlich stand ich vor richtigen Eisbergen ! Dies war ja schon ein langersehnter Wunsch.

 
Natürlich hielt diese Ruhe nicht sooo lange an wie man es gern gehabt hätte, die beiden Waffelverweigerer kamen bald wieder angestapft und so zogen wie alle gemeinsam los und wanderten ein Stück an der Lagune entlang.

Plötzlich kam auch ein Amphibienfahrzeug aus der Lagune gefahren, welches in regelmässigen Abständen mit Sightseeing-Touristen seine Runden dreht.

Auch fahren immer wieder kleine Schlauchboote aus Sicherheitsgründen die Lagune ab - um die umhertreibenden Eisberge zu beobachten und evtl. Gefahren rechtzeitig zu melden.

Doch ansonsten…….herrschte eine tolle Atmosphäre, höchstens das Klickern meines Auslösers war zu hören oder das Gekreische der vielen Seevögel.

 

Irgendwann jedoch schaffte es die Sonne sich durch die Nebelschwaden zu kämpfen und so nach und nach kam mehr von der Umgebung zum Vorschein. Plötzlich erkannte man die Ausmasse der Gletscherlagune und auch die Bergmassive dahinter wurden sichtbar. Und soll ich Euch was sagen ?  Bei strahlender Sonne fehlte die Stimmung !  Sicherlich war es schön, auch das Drumherum zu sehen, aber im Nebel gefiel mir die Lagune weitaus besser. In der leuchtenden Sonne wirkte alles nur ziemlich grell.

Trotzdem ist dies aber mein Lieblingsplatz auf Island geworden !

Wir wanderten dann immer mehr Richtung Küste, denn das Wasser der Lagune fließt durch ein kurzes Flüsschen ins Meer. Somit treiben auch die Eisberge irgendwann zum Meer und viele liegen dort sehr fotogen an den schwarzen Sandstränden rum. Daher herrscht auch dort ein großer Andrang an Fotografen. Es ist aber auch ein toller Anblick wenn man im schwarzen Sand gestrandete Eisklumpen sieht......

Übrigens, tummeln sich hier in der Lagune auch gerne Robben und wir hatten wieder Glück und sahen eine umherschwimmen.

 

 

Irgendwann mussten wir uns aber doch von diesem traumhaften Platz trennen und den Rückweg antreten. Und da wir mehr Zeit als geplant am Jökulsarlon verbracht hatten, liessen wir somit den Wasserfall Svartifoss (der sicherlich auch sehenswert wäre) auf der Rückfahrt rechts liegen und fuhren lieber direkt zurück zur Hütte. Alle waren müde nach einem so fantastischen Erlebnis.

 

Und - Mamsen muß unbedingt irgendwann nochmal an diese Gletscherlagune !  Ich hätte mich dort tagelang aufhalten können…….und es wäre mir nicht langweilig geworden !

 

Am Abend haben wir nur noch Würstl gegrillt, nochmals die Islandpferde der Vermieter besucht, mit den Vermietern ein Schwätzchen gehalten und auch gleich mal die Rechnung bezahlt, denn am nächsten Morgen hieß es wieder Koffer packen und weiterreisen.


Fortsetzung folgt…........und Achtung: Warm anziehen......nun kommen jede Menge Eisberge !

 

 .....erstmal lag alles noch im Nebel 

 

 

  

  

 viele Touris lassen sich mit den Amphibienbooten rumkutschieren....

 

  

 

  

 

  

 auch das kleine Kaffi (Café) lag im Nebel

 

 langsam aber sicher kam immer mehr die Sonne durch.....

 

 ....und so konnte man auch die Gletscher hinter der Lagune sehen

 

  

 die Eisberge treiben ins Meer wo sie aber teilweise noch dekorativ am Strand rumliegen

 

  

 auch am Strand dauerte es bis die Sonne endlich alles zum Glitzern brachte....

 

 

 

 ohne Worte.....

 

  


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