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Donnerstag, 24. Oktober 2013 - 10:25 Uhr

Damals in Island........Teil 5

 

04.07.  -  Heute stand Bettenwechsel auf dem Programm.

Wir hatten uns ja für drei verschiedene Standorte während der Reise entschieden (man will ja nicht nur immer in der selben Ecke rumhängen….) und nun hieß es also Köfferchen packen und weiter zur nächsten Unterkunft.

Doch wollten wir den Tag natürlich nicht nur allein für den Umzug nutzen, sondern haben gleich auf dem Weg zur nächsten Station zwei absolute Island-Highlights miteingeplant.

Daher bogen wir bald von der Ringstrasse (quasi die Hauptstrasse Islands, die rund um die Insel führt) ab und steuerten etwas ins Landesinnere - nämlich zum Geysir. Man kann ja nicht nach Island fahren ohne den berühmten Geysir gesehen zu haben, oder ?

 

Da wir noch halbwegs früh dran waren, war auch der Touristenandrang noch nicht gar so heftig. Dafür jedoch........der Andrang der kleinen isländischen Plagegeister. Die Fliegen fielen an dieser Stelle wieder über uns her und hätten mich auch fast zu einer hysterischen Furie werden lassen. Versteh einer, warum diese Viecher auch ausgerechnet immer mich auswählen ? Felix und Florian hatten auch schnell die Nase voll von den Fliegen und packten ihre Köpfe sogleich in Mützen ein und stülpten vorsichtshalber auch noch die Kapuzen drüber nur daß ja kein Tierchen irgendwo reinschlüpft.  Obwohl man ja eigentlich weiss, daß sie nicht stechen hat man trotzdem ein ungutes Gefühl wenn die Biester wie Torpedos auf einen zusteuern. Doch das Nervigste.....die Plagegeister krabbelten diesmal auch auf meiner Linse rum. Bin nun stolze Besitzerin von ’ner Menge Geysir-Fotos mit kleinen schwarzen Pünktchen drauf !

 

Apropos Geysir, eigentlich wollt ich ja von dem berichten, .....also dieser nennt sich Kleiner Strokkur (kleines Butterfass) und spuckt so ungefähr im 5-7 Minuten-Takt schön brav für Touristen eine Fontäne in die Luft. Diese ist zwar nicht immer gleich hoch, manchmal wird’s nur ein kleiner Blubb und dann hört man nur ein leises “Ooohhh” von den Touristen, doch meist gibt sich der Geysir mehr Mühe, sprüht ca. 20-30 Meter in die Luft, und es erklingt ein kräftiges “Aaaaaaaahhhhhhh” durch’s Gelände (und die Touris sind wieder zufreiden…)!

Also toll ist die Sache mit dem Geysir schon ! Hat auch -trotz Fliegen- Spass gemacht zu beobachten.

 

Doch was brauchen zwei unternehmungslustige Jungs nach solch einer Sehenswürdigkeit ? Genau, was zu Essen. Also noch kurz in das Restaurant eingekehrt, welches mittlerweile vor  Touristen fast aus den Nähten platzte, und nach einer Portion Pommes ging’s schliesslich weiter zum Gullfoss.

 

 hier kommt gleich der Blubb.....

 

 

  

 Felix am Geysir-Gelände 

 

 überall dampft und raucht es.......

 

Der Gullfoss dürfte der wohl einer der bekanntesten Wasserfälle Islands sein. Über zwei Stufen stürzen Unmengen von Wasser in die Tiefe und es herrscht ein enormes Getöse. Es ist wirklich unglaublich welche Wassermassen hier anrauschen und man fragt sich woher denn dies alles nur kommen mag und warum das nicht irgendwann weniger wird.

Ich kann jedem Wasserfall-Besucher das Tragen einer Wind- oder Regenjacke nur wärmstens empfehlen, denn man kommt nicht trocken daran vorbei, so sehr sprüht die Gischt. Doch dafür waren hier auch fast keine Fliegen.....sind wohl wasserscheu die kleinen Biester.

Nachdem wir also dieses feuchte Schauspiel eine Weile beobachtet hatten, suchten wir uns einen Weg der uns zur neuen Unterkunft führte. Ganz klar dass wir aber auch unterwegs noch nach Schönheiten in der Natur Ausschau hielten und so stoppten wir noch kurz am Kratersee Kerid.

 

 

Felix und Florian hatten zwar für diesen Tag die Nase bereits voll von isländischen Attraktionen und verweilten mit ihren Nintendos im Auto, doch Micha und ich umrundeten den Kratersee, dessen Ufer in den verschiedensten Rottönen leuchtete. Da dieser See nicht besonders gross ist war man in 15 Minuten rum.

Übrigens......an diesem See mussten wir zum ersten Mal in Island Eintritt zahlen - was in diesem Lande wirklich nicht allzu oft vorkommt.

 

Schliesslich landeten wir im Ort Hella und somit in unserer nächsten Unterkunft. Und kaum hatten wir eingecheckt fing es auch schon mit Regen an. Doch so lang es nur am Abend war störte uns dies nicht allzu sehr. Tagsüber war es ja trocken und teilweise sonnig gewesen.

 

Fortsetzung folgt........

 

 am Gullfoss 

 

 

 

 

 

 

 

 Kratersee Kerid

 


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