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Dienstag, 22. Oktober 2013 - 11:20 Uhr

Damals in Island........Teil 4

 

03. Juli……und die Sonne schien bereits seit den frühen Morgenstunden in die Fenster was dazu führte, daß bei Pabstens ziemlich früh schon der Entdeckerdrang zum Vorschein kam.

Eine Umrundung der Halbinsel Snæfellsnes stand auf der Tagesordnung.

 

Snæfellsnes ist eine Halbinsel im Westen Islands wo auch der gleichnamige Gletscher zu finden ist und dieser wiederum ist übrigens weltberühmt geworden durch den Roman von Jules Verne “Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“, da Verne der Meinung war genau dort könnte der Einstieg zum Mittelpunkt sein. 

Auf der Halbinsel gibt es jedenfalls eine Menge zu sehen, faszinierende Landschaften, weisse und schwarze Strände, Vogelklippen, Lavafelder, uvm.

 

Allein die Fahrt vorbei an den unterschiedlichsten Landschaften, in den verschiedensten Farbtönen und Strukturen war schon sehenswert. Und eines kann ich auf jeden Fall sagen - Lava gibts genügend !!! Immer wieder trifft man auf grosse Lavafelder…....und meist sind diese sehr schön mit Moos und Flechten bewachsen.

 

Unser erster kurzer Halt auf dieser Tour war an der kleinen schwarzen Kirche von Budir (der Weiler Budir besteht heute nur noch aus der Kirche und einem Hotel).  Das Kirchlein steht in einsamer Flur vor den grossen Berghängen und bietet auf der anderen Seite einen traumhaften Blick auf Meer und Küste. Nach einem kurzen Rundgang auf dem kleinen Friedhof und vielen “oh-wie-schön” gings weiter nach Arnarstapi, einem winzigem Küstenort. Und hier meine ich nun wirklich winzig, ausser einer kleinen Ansammlung von Häusern war nicht gerade viel zu sehen. Jedoch......beginnt hier ein ganz wunderbarer Küstenweg rüber in den Nachbarort Hellnar. Die Strecke führt 2 km lang an schroffen Küsten vorbei und durch Lavafelder. Man kann verschiedene Seevögel beobachten oder einfach die unterschiedlichsten Gesteinsformationen begutachten. Hier sahen wir auch zum ersten Mal die Basaltsäulen (und  davon gibts nicht gerade wenig in Island) die ja seltsamerweise meist zu 6-Ecken geformt sind.

Jedenfalls war es eine wunderschöne Wanderung und an deren Ende in Hellnar erwartete uns.....na was wohl......ein Kaffi !   Ein ganz schnuckeliges altes Häuschen welches am grünen Hang über einer kleinen Bucht klebt. Und lecker Schokoladenkuchen hatten die…..hmmm…....und der Kaffee wurde in schönen alten Blümchentassen serviert ! Klar, dass ich mich dort wohl fühlte !

Ach ja, nun hätt ichs fast vergessen......an diesem Tag wurde das Wetter noch so wunderschön, daß das Thermometer gegen Mittag auf 25 Grad anstieg. Und das in Island !!  Wir mussten uns immer mehr entblättern, weil wir ganz schön ins Schwitzen kamen.

 

Am meisten faszinierten mich in dieser kleinen Bucht jedoch die Gesteinsformationen, welche dann nach der Kuchenschlacht auch unbedingt untersucht werden mussten und bei Mamsen wieder viele Rufe des Entzückens hervorbrachten. Irgendwie sah es so aus als hätte sich einer die Mühe gemacht viele tausend Gesteinsplatten übereinander zu schichten um so wunderbare Gebilde entstehen zu lassen. Die Natur ist einfach immer wieder faszinierend !

 

 Kirche von Budir

 

 Hier beginnt der Küstenwanderweg

 

 schroffe Felsen bzw. Basaltgestein überall

 

 morgens noch mit zwei Jacken ausgestattet ging's los ......

 

 der Weg führt immer wieder auch durch Lavafelder und bietet einen tollen Blick auf den Snæfellsnes-Gletscher

 

 hier der Gletscher von der Nordseite

 

 abstrakte Felsformationen

 

 Kuchen und Kaffee muß schon sein.....

 

Schliesslich mussten wir uns doch mal von dieser Bucht losreißen und den Rückweg antreten.....wir wollten ja noch weiter um die Halbinsel.

Unser nächster Stopp war dann ein Strand mit Fussbodenheizung !  Ja, ihr habt schon richtig gelesen. Fussbodenheizung ! Am Strand von Djupalonssandur sind die Steine lauwarm. Und während die Kids mal wieder ausgiebigst das Spiel der Wellen verfolgten und ihren Spaß hatten, saßen Michi und ich gemütlich am Strand und genossen sowohl die warmen Sonnenstrahlen als auch die Wärme von den Steinen unter unserem Allerwertesten.

 

Doch auch dieses herrliche Plätzchen mussten wir irgendwann verlassen und so fuhren wir munter weiter und hielten nur noch kurz am Kirkjufell, einem imposanten Berg der ziemlich steil in den Himmel ragt und daher natürlich unbedingt sehenswert ist. Da kann man einfach nicht nur daran vorbeifahren, da müssen Kamera und Tourist natürlich aus dem Auto hüpfen und auf Bilderjagd gehen.

 

Bald jedoch machten wir uns auf den Rückweg, der Tag war lang und vor allem sehr eindrucksvoll und wir alle ziemlich geschafft. Unterwegs noch schnell ein paar Lebensmittel besorgt und so hieß es nach Rückkehr in der Hütte nur noch Entspannen und Baden im Hotpot. An diesem Abend hatte es übrigens noch zu regnen begonnen.


Fortsetzung folgt……...…und übrigens sind auch in der Flickr-Galerie bereits das ein oder andere Bild aus Island zu finden….

 

 auf der Nordseite der Halbinsel mit Blick auf den Kirkufjell

 

 unser Hüpfer vor dem Kirkufjell (hier dann nur noch im T-Shirt) 


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